Durch einen Reddit-Post aufmerksam geworden, machen sich zwei Künstlerinnen auf die Suche nach den Unregelmäßigkeiten in der Oberflächenstruktur der Wirklichkeit. Mit Code und künstlerischer Grundlagenforschung spüren sie nicht nur die Ripples of Reality auf, sondern finden auch Erzählkapseln aus einer nicht so fernen Zukunft. Sie programmieren eine spekulative Anwendung, die diese Anomalien mit Augmented Reality sichtbar macht. Entstanden ist eine Materialsammlung dieser spekulativen Forschung, die in Videologs, Fotos und einem Forschungstagebuch die Erkenntnisse, Spekulationen und Rationalisierungen festhält.

„Erzählkapseln“ entwirft eine Zukunft, in der sich das Verhältnis zur Fiktion elementar verschiebt, in der sich die Künstlerinnen selbst in eine Fiktion hineinschreiben und mit spekulativer und analytischer Beharrlichkeit multiperspektivische Erzähldramaturgien an der Schnittstelle von Realität und Fiktion ausloten. Das Projekt verbindet fragmentarisches Erzählen mit erfahrbarer Science-Fiction und selbstgeschriebener AR-Software. Es befasst sich mit einem gesellschaftlichen „Was wäre wenn“ und stellt in einer hypermediatisierten Gegenwart die Frage nach Fakt oder Fiktion.

Erzählkapseln

Erzählkapseln ist eine Materialsammlung, die Dokumentation eines Forschungs- und Fiktionalisierungsprozesses und vor allem eine Annäherung an den Versuch zu verstehen.

Credits

von und mit: Sarah Buser & Judith Hanke
Dramaturgie: Christoph Wirth
Sprecher:innen: Lena Eickenbusch | Tomás Montes Massa | Max Radestock | Annalena Steiner | Leoni Voegelin
Video Interview: Philipp Seifert
Interview: Friedrich Kirschner

Video Documentation (youtube)

Premiere: 28. Juni 2023 | Werkstatt 23 | Berlin

Gefördert vom Fonds Drstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Budesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR und dem SO-KUltur Swisslos Fonds des Kantons Solothurn.

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